Übernachtungen mit Selbstversorgung

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moni130
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Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von moni130 »

Wenn man für Übernachtungen auf Reisen ein Apartment mit Küche findet, ist das sicherlich für jeden Zöli recht angenehm. Ich habe gerade erlebt, dass eine Vermieterin sich sehr gerne darauf einstellen möchte, auch Gästen, die sich glutenfrei ernähren müssen, eine geeignete Küchenausstattung zu bieten. Was soll sie bieten? Nudelsieb und extra Kochlöffel, Toaster oder Toastbeutel, Backpapier, Spülschwamm und eigenes Geschirrtuch, das ist schon klar,aber was noch? Ich bin gespannt auf Eure Wünsche oder Vorschläge.

Monika

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Sibylle
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Re: Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von Sibylle »

Haus Bonsai in Bad Pyrmont hatte vor mehr aus 10 Jahren damit geworben, dass man in den Ferienwohngen auch eine gf Kücheneinrichtung (Toaster, Kochlöffel, Nudelsieb, Brettchen und vieles mehr) bekommen kann. Es wurde nicht einmal gebucht....
Liebe Grüße, Sibylle
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moni130
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Re: Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von moni130 »

Hallo Sibylle,

es geht nicht darum, einem professionellem Betrieb neue Werbeargumente zu liefern, sondern einer aus verschiedenen Gründen interessierten Privat-Vermieterin die entscheidenden Tipps zu geben, was Zölis das Leben fern der Heimat erleichtert. Aus ihrem Freundeskreis bekam sie solch Schreckensbotschaften, dass man einen Backofen nicht mehr für gf verwenden könnte, wenn da schon "normal" gebacken wurde. Da ich selbst eher bescheiden und auf Autarkie getrimmt bin, daher gar nicht auf die Idee komme, dass andere für meine speziellen Bedürfnisse vorsorgen, fällt mir momentan vielleicht nicht all das ein, was für andere Zölis die kleinen, wichtigen Dinge sind, um sich entspannt ein gf Frühstück oder Abendessen zu basteln. Was vor 10 bzw. 15 Jahren zu tun war, um ein Feriendomizil glutenfrei zu machen, das hatte ich ganz gut drauf - siehe Scheidegg. Doch seither hat sich die Welt weiter gedreht, Zölis finden sehr viel leichter geeignete Lebensmittel und auch in manchem Restaurant mag es für uns verträgliches geben.

So kann man heute auch in etlichen Hotels buchen, die glutenfreie Mahlzeiten bieten - wenn man sich das leisten will. Aber so viel, wie ich vor allem durch meine lächerlich kleinen Jobs zu Reisen "verführt" werde, ist es einfach nicht drin, viel Geld für Unterkünfte und Essen auszugeben. Ich reise nicht um zu essen, sondern möchte stressarm sicher gf essen, damit ich die Highlights meiner Reiseziele genießen kann.

Was mir bei dieser ganzen Aktion aber sehr viel wichtiger ist, als die Details der Küchenausstattung: Es hat sich jemand spontan bereit erklärt, die Bedürfnisse von Zölis WAHRzunehmen. Das ist für mich wie einen Stein in einen See zu werfen. Der geht zwar unter, aber er erzeugt Wellenringe, die eine weitere Umgebung in Bewegung bringen.

Also, wenn Ihr noch einen Tipp habt, was unbedingt berücksichtigt werden sollte, nur her damit!

Monika

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Sibylle
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Re: Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von Sibylle »

Ah, sorry. Dann habe ich das falsch verstanden.
Liebe Grüße, Sibylle
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rehlein
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Re: Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von rehlein »

Hallo in die Runde,
Das ist natürlich schade, wenn sowas aufwändig eingerichtet wird, und dann bucht es keiner.

Kleiner Backofen zum Brötchen aufbauen und Toaster sind wirklich übel, wenn für nicht-gf benutzt.
Eine kleine Pfanne und ein Sieb, eine paar richtige Pfannenlöffel, Brettchen, fällt mir ein.
Liebe Grüße - ALLEN viel Gesundheit!
:P
Rehlein

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Sibylle
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Re: Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von Sibylle »

Ich überlege schon die ganze Zeit, was mir einfallen würde...
Die erste Frage ist doch: Was erwarte ich von einer Ferienwohnung? Wir fahren nun schon seit zig Jahren fast ausschließlich zum Urlaub machen in Ferienwohnungen. In erster Linie erwarte ich eine saubere Wohnung, saubere Wäsche, sauberes Geschirr und Kochgeschirr und Besteck. (Wir haben da schon einiges erlebt. :x )
Mit der Zeit habe ich für die gf. Küche meine Strategien entwickelt. Früher habe ich ein Schneidebrett und ein Nudelsieb mitgenommen. Das mache ich heute nicht mehr. Wenn ich etwas schneiden muss, geht das zur Not auch mal auf einem Teller. Nudeln kann man aus dem Topf mit Deckel abgießen.

Ich mache meinen ungefähren Essenplan, packe entsprechend Gewürze ein und die eine oder andere Zutat (je nachdem wo wir hinfahren und wie lange wir an dem Ort sind) ein. Zum Toasten habe ich mein "Hasengitter" (hatte ich im alten Forum mal vorgestellt). Ein scharfes kleines Küchenmesser ist mir wichtig. Das habe ich immer dabei. Hat aber nichts mit Zöli zu tun. Einen Abwaschlappen, ein Küchenhandtuch und Spülmittel.

Ich kann ja nur für mich sprechen: Ich brauche nicht mehr, um auch 14 Tage schnell und frisch ein Essen für alle auf den Tisch zu bringen.
Liebe Grüße, Sibylle
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DieL
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Re: Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von DieL »

Als Herberge würde ich wohl als allererstes für gründliche Sauberkeit sorgen.
Und einen dicken Stapel frische Geschirrtücher, Lappen und Schwämme bereit stellen.
Für glutenfreie Gäste gäbe es eine separate Kiste, die beim CheckIn herausgegeben wird, eben nur an glutenfreie Gäste.
Drin wären die neuralgischen Gerätschaften, natürlich gut gekennzeichnet: Schneidebrettchen, Nudelsieb, Pfannenwender, Pfanne, Toaster und der kleine Backofen.
Erweiterbar um die Ideen, die die Gäste mitbringen.
Beim CheckOut wird alles wieder eingesammelt, damit nicht unwissende Gäste den Kram kontaminieren.

moni130
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Re: Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von moni130 »

Für glutenfreie Gäste gäbe es eine separate Kiste, die beim CheckIn herausgegeben wird, eben nur an glutenfreie Gäste.
Genau so hat es meine Gastgeberin auch geplant. Und was da rein muss, also da haben wir wohl nun alles beieinander. Oder gibt es noch weitere Vorschläge. Dass alles sauber sein muss, das ist doch selbstverständlich, oder?

Verwendet eigentlich noch jemand Toastbags? Ich habe welche, die seit Jahren z.T. unbenutzt in der Schublade liegen. Sie sind immerhin schon manchmal mit mir gereist, aber wirklich gebraucht habe ich sie nicht, weil ich einfach kein Brot gegessen habe, das ich hätte toasten müssen. Aber nicht jeder verzichtet so bereitwillig auf Brot und deshalb meine Frage ans Forum, wer da Erfahrungen beisteuern kann.

Die Unterkunft, in der ich nach Tipps gefragt wurde, wird auch gerne von Praktikanten gebucht, die dann für mehrere Monate dort wohnen. In sofern hatte ich Glück, dass überhaupt frei war, genau für die Zeit, für die ich in Elbflorenz zu tun hatte. Mitten im Villenviertel am Elbhang, was will man mehr? Okay, nix für Feierbiester, aber wer Ruhe und "grüne" Luft schätzt, ist da richtig.

DieL
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Re: Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von DieL »

In so eine Luxuslage gehört auch ein kleines rundes Kuchengitter und/oder ein Toasthalter.
Also etwas, wo man frisch gebackenes/getoastetes zum Ablüften drauf packen kann, ohne dass es von unten gleich matschig wird.

moni130
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Re: Übernachtungen mit Selbstversorgung

Beitrag von moni130 »

Hihi,
;) Luxuslage ist nicht immer gleichbedeutend mit Luxusherberge. Jedenfalls nicht über hundert Jahre nach der Erschließung. Da kann man durchaus auch ein sehr günstiges Zimmer (mit Küche) in einem Privathaus bekommen (und staunen, wie klein Zimmer früher gebaut wurden). Toastabkühlvorrichtung würde ich da nicht erwarten, nicht für "normale" Brotscheiben und erst recht nicht extra für glutenfreies Brot. Gitter sind ja ohnehin meist dabei, wenn man einen Backofen hat, egal ob groß oder klein. Aber wenn ich es recht bedenke, dann hätten mir ordentliche Topflappen gefehlt, um mir an Blech oder Gitter nicht die Finger zu verbrennen.

Jedenfalls habe ich mich gefreut, bei zivilen Übernachtungskosten mal mehr als einen Wasserkocher und eine Kaffeemaschine nutzen zu können.

Momentan mache ich mir aber ehrlich gesagt viel mehr Gedanken darüber, wann und wo und wie entspanntes Reisen überhaupt wieder möglich sein wird. So gerne ich unterwegs bin, es macht vorerst keine Freude mehr und es ist nur vernünftig daheim zu bleiben.

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